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PHOENIX Print GmbH

Sanierung der PHOENIX Print GmbH erfolgreich- Zukunft unter der traditionsreichen Marke „Stürtz“

 

Der Geschäftsbetrieb der insolventen Druckerei PHOENIX PRINT GmbH aus Würzburg konnte im Wege eines Asset- Deals erhalten werden, nachdem hierzu Verträge mit der Solvesta AG aus München abgeschlossen werden konnten. Künftig wird das Unternehmen wieder unter der bekannten Firma „Stürtz“ am Markt auftreten.

 

Die PHOENIX PRINT GmbH stellte unter dem 28.09.2015 einen Antrag auf Durchführung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung. Unter dem 05.10.2015 wurde Rechtsanwalt Matthias Reinel zunächst zum vorläufigen Sachwalter und am 01.12.2015 zum Sachwalter bestellt. Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens wurde während der gesamten Verfahrensdauer durch die eigenverwaltende Geschäftsführerin, Frau Ramona Weiß- Weber, die auf Insolvenzrecht und Restrukturierung spezialisierte Kanzlei Schultze & Braun sowie die Unternehmensberatung K & H Business Partner, Hamburg, fortgeführt. Zur ergänzenden Information wird auf die nachfolgend abgedruckte Pressemitteilung des Unternehmens verwiesen:

 

„Insolvenz beendet: Phoenix Print wird wieder Stürtz.

Der Würzburger Druckdienstleister Phoenix Print, vormals und künftig wieder Stürtz, hat sich in Eigenverwaltung aus der Insolvenz befreit. Die unter Geschäftsführerin Ramona Weiß-Weber mit der HWR Insolvenzverwaltung, der Kanzlei Schultze & Braun sowie der Unternehmensberatung K&H Business Partner durchgeführte Sanierung gelang dank der Kompromissbereitschaft von Gläubigern und Belegschaft erfolgreich und findet mit dem Engagement der Solvesta AG ihr glückliches Ende. Als Zeichen des Neuanfangs erhält das Traditionshaus seinen altbekannten Namen Stürtz zurück.

Nach der Entscheidung der Gläubigerversammlung, das Übernahmeangebot der Solvesta AG anzunehmen, gibt es nun die ersehnte Klarheit: Die Phoenix Print GmbH, als Druckerei Stürtz bekannt und seit 1830 ununterbrochen tätig, produziert weiter und wird von der Solvesta AG aus München mit Wirkung zum 15.03.2016 übernommen. Die Geduld und der Optimismus der Mitarbeiter sowie der zahlreichen Kunden und Lieferanten haben sich gelohnt.

„Wir sind jedem unserer Mitarbeiter, unseren treuen Lieferanten und Kunden sehr dankbar für das Vertrauen und das enorme Engagement“, sagt Ramona Weiß- Weber. „ Bedanken möchten wir uns auch bei der Rechtsanwaltsgesellschaft Schultze & Braun und bei K&H Business Partner für die gute Unterstützung. Unser besonderer Dank geht an den Sachwalter Herrn Matthias Reinel, HWR Insolvenzverwaltung, der sich mit viel Herzblut für unser Unternehmen eingesetzt hat.“

Die auf hochwertigen Buchdruck spezialisierte Würzburger Druckerei produziere jährlich 60 Millionen rückstichgeheftete Magazine, Softcover- und Hardcover-Bücher, so Weiß-Weber weiter, und sei nach wie vor der drittgrößte Anbieter für anspruchsvolle Buch- und Magazinproduktion unter einem Dach. Die studierte Druckingenieurin ist seit Juli 2015 Geschäftsführerin und ist maßgeblich für die Stabilisierung des Druckbetriebs verantwortlich.

Das Unternehmen wird künftig wieder unter dem Namen Stürtz auftreten. Die Druckerei blickt auf eine stolze 186-jährige Geschichte zurück, der Name Stürtz hat weit über die Grenzen der Region hinaus auch nach den Turbulenzen der letzten Zeit noch immer einen guten Ruf. Nach der Insolvenz von Phoenix Print Augsburg im August 2015 sah es zunächst so aus als könne Phoenix Print Würzburg aus eigener Kraft weitermachen, musste aber Ende September 2015 wegen Liquiditätsproblemen ebenfalls Insolvenz anmelden. Für über 240 Mitarbeiter, inklusive aller Auszubildenden, ist es gelungen, eine solide Basis für die weitere Entwicklung des Unternehmens zu schaffen und Stürtz zukunftsfähig aufzustellen. Der erforderliche Stellenabbau konnte sozialverträglich über eine Transfergesellschaft realisiert werden. Nach den fünf Monate andauernden Sanierungsmaßnahmen kann die Belegschaft nun aufatmen.

„Wir sind erleichtert, dass es weiter geht und freuen uns, den alten Namen Stürtz wieder zu haben. Viele Mitarbeiter sind seit Generationen eng mit dem Unternehmen verbunden, “ sagt die Betriebsratsvorsitzende Belinda Stach. So bleibt auch ein wichtiger Beitrag zur Ausbildung von Fachkräften in der Region erhalten: um die 15 junge Menschen werden jedes Jahr in der Druckerei ausgebildet.

„Für uns waren neben den guten wirtschaftlichen Perspektiven und der Leistungsfähigkeit im Buch- und Magazindruck auch das beeindruckende persönliche Engagement der Mitarbeiter und die teils über hundertjährige Kundentreue entscheidend für den Kauf“, so Dr. Patrik Fahlenbach, Vorstandsvorsitzender der neuen Eigentümerin Solvesta AG. Die börsennotierte Investment-Gesellschaft ist spezialisiert auf den Erwerb von mittelständischen Unternehmen aus der Insolvenz und kündigt an, das Unternehmen in sämtlichen operativen und kaufmännischen Angelegenheiten neu aufzustellen, um dem Unternehmen auch das Wachstum in neue Märkte zu ermöglichen.

Die weitere Entwicklung „beim Stürtz“, wie viele in Würzburg und in der Druckbranche auch nach der Umbenennung in Phoenix Print gesagt haben, wird für etliche Familien und die ganze Region von großer Bedeutung sein. Da auch in den vergangenen Monaten nahezu alle Auftraggeber dem Drucker die Treue gehalten haben und die Fähigkeiten des Unternehmens zu schätzen wissen, sieht sich eine der größten süddeutschen Druckereien auf einem guten Weg.“

 

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